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Mittwoch, 19.06.2013, 13:53 Uhr
Am Mittwochmittag gegen 13.50 Uhr ereignete sich auf der Solarparkanlage auf dem Schildberg eine heftige Explosion. Anwohner berichten von einem lauten Knall und Stromschwankungen am Computer. Nur kurze Zeit später stand das Trafohäuschen bereits in Rauch und Flammen.
In der glühenden Mittagshitze rückten am Mittwoch die Einsatzkräfte der Seesener Feuerwehr, der Werksfeuerwehr Crown, vom Rettungsdienst und der Polizei zu einem gemeldeten "Trafobrand", in die Verbindungsstraße zwischen dem Hodagswinkel und der Fritz-Züchner-Straße, aus. In der dortigen Solarparkanlage war es, aus bisher unbekannten Gründen, zu einer Explosion in einem Häuschen auf dem Gelände gekommen. Rund 30 Minuten später folgte eine zweite noch stärkere Explosion. Anwohner berichten von Stromschwankungen, die sich dadurch bemerkbar machten, dass Computer neu starteten oder gar erst mal aus blieben. Ein Mitarbeiter des angrenzenden Werkes berichtete ebenso von einer Explosion und dunklem Rauch. "Es gab einen lauten Knall und nur kurze Zeit später stieg schon Rauch aus Richtung Solarpark auf", erklärte der Zeuge. Selbst Feuerwehrmann, setzte er gleich den Notruf ab.
Die anrückenden Einsatzkräfte standen vor verschlossenem, gesichertem Gelände und mussten sich erst mal einen Zugang verschaffen. Auf der Außenseite der Trafostation wurde mittels Wärmebildkamera eine Temperatur von ca. 500°C gemessen. Eine von den Einsatzkräften angeforderte und mit der Wartung beauftragte Elekrofirma schaltete über die an den Solarmodulen vorhandenen Netztrennschalter die Niederspannung aus. Eine zwischenzeitlich durchgeführte Schadstoffmessung ergab eine nur geringe Schadstoffbelastung der Luft. Nach Eintreffen des örtlichen Stromversorgers Harz-Energie wurde die Station auch von der 20 kV Mittelspannung getrennt. Nachdem nun sichergestellt war, dass die Trafostation absolut spannungslos war, wurde mittels Wasserwerfer einem erster Löschangriff vorgenommen. So konnte die Temperatur nach einiger Zeit auf unter 200°C gesenkt werden, um im Anschluss die Türen der Station zu öffnen. Hierbei stellte sich heraus, dass durch die enorme Hitze im Innenraum, Trafoöl auslief. Unter Einsatz von Schwerschaum konnte der Brand nun endgültig gelöscht werden.
Personen kamen nicht zu Schaden. Zur Schadenhöhe und zur Schadensursache konnte bis Redaktionsschluss keine Angabe gemacht werden.
Eingesetzte Kräfte:
- Feuerwehr Seesen mit ELW 1, TLF 16, LF 20, RW 2
- Werkfeuerwehr Crown mit TLF16 und GW-Öl
- Rettungsdienst KWB Goslar mit NEF, RTW (Rettungswache Seesen)
- Polizei Seesen
- Elektrofirma
- Harz-Energie










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Lutz Lunkewitz |
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Antonio Mateo |
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Florian Kreickenbom |
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Tobias Meier |
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