Donnerstag, 21. November 2019
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Junger Mann stürzt sich von Brücke in den Tod

Dienstag, 16.04.2019, 17.11 Uhr

Feuerwehr Sperrzone 1Der Sprung von einer Brücke unweit der Seesener Innenstadt endete für einen jungen Mann aus Seesen am frühen Dienstagabend tödlich.

Gegen 17.05 Uhr meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer eine männliche Person, auf der Eisenbahnbrücke an der Lautenthaler Straße, die im Begriff war zu springen. Kurze Zeit später sprang der Mann vermutlich in suizidaler Absicht von der Brücke aus 6 - 8 Metern Höhe auf die darunter liegenden Bahngleise. Die Hintergründe seines Handels sind bislang noch unklar.

Neben der Feuerwehr Seesen, dem Rettungsdienst, dem DRK und der Polizei wurde auch ein Rettungshubschrauber auf den Weg zur Einsatzstelle geschickt. Nach Sperrung der Bahnstrecke konnte der hinzugezogener Notarzt nur noch den Tod des Mannes feststellen. Daher konnte zu diesem Zeitpunkt der Rettungshubschrauber wieder abbestellt werden.

Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab und kümmerte sich bis zum Eintreffen des DRK Seesen um drei Augenzeugen, die den Sprung des Mannes mit ansehen mussten. Diese wurden später vom Krieseninterventionsteam (KIT) in den Räumen des DRK Seesen betreut. Die Krisenintervention betreut unverletzte Beteiligte und Angehörige bei akut psychisch traumatisierenden Unfällen, Notfällen und Katastrophen. Die Hilfe soll möglichst unmittelbar nach dem Ereignis einsetzen oder spätestens dann, wenn eine akute Belastungsreaktion auftritt. Durch die frühzeitige Intervention wird den Betroffenen Raum für ihre Trauer verschafft, sie macht sie wieder handlungsfähig und beugt dadurch der Entstehung einer Posttraumatischen Belastungsstörung vor.

Immer wieder fallen Schaulustige bei schweren Unfällen auf, machen Fotos von Verletzten oder Toten und behindern die Einsatzkräfte. So auch bei diesem auch für Rettungskräfte sehr belastetenden Einsatz. Man kann nur mit Unverständnis darauf reagieren, dass wieder einmal Feuerwehrkräfte damit beschäftigt waren, Schaulustige von der Einsatzstelle fern zu halten.

Neben der Seesener Polizei waren die Kripo Goslar, die Bundespolizei und der DB Notfallmanager an der Einsatzstelle. Wegen des Zwischenfalls blieb die Lautenthaler Straße im Bereich der Eisenbahnüberführung für ca. 2 Stunden komplett gesperrt. Es bildeten sich in beide Fahrtrichtungen kleinere Staus.

Eingesetzte Kräfte:

  • Feuerwehr Seesen mit ELW 1, LF 20, RW 2, GW-L 1
  • Rettungsdienst KWB Goslar mit NEF, RTW (Rettungswache Seesen)
  • DRK Seesen mit KTW, MTW
  • Kriseninterventionsteam (KIT) KWB Goslar
  • Polizei Seesen
  • Kripo Goslar
  • Bundespolizei 
  • Notfallmanager Deutsche Bahn AG
  • Bestattungsunternehmen

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Wenn Sie oder eine Ihnen nahestehende Person von Depressionen oder Suizid-Gedanken betroffen sind, wenden Sie sich bitte an die Telefon-Seelsorge unter den unten stehenden Telefonnummern oder folgen sie dem Link um eine Beratung und ggf. Hilfe zu erhalten. 

0800 / 111 0 111
oder
0800 / 111 0 222

Telefonseelsorge


 Text:  Lutz Lunkewitz
 Fotos:  Feuerwehr Seesen
   Telefonseelsorge