Mittwoch, 13. November 2019
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Orientierungsfahrt der Feuerwehren vom Stadtverband Seesen

2019 08 13 001Fünf Stationen, jede für sich allein eine Herausforderung, denn die Zeitvorgaben sind äußerst sportlich. Zehn Seesener Ortsfeuer-wehren stellten sich der diesjährigen Stadtorientierungsfahrt, und die Übungen verlangen Seesens Brandschützern so einiges ab.

Bei der Orientierungsfahrt im Verbund mit einem Leisungsvergleich auf Stadtebene müssen die Brandschützer einiges an Leistung bringen, die Vorgaben sind für alle niedersächsischen Feuerwehrleute gleich. Am vergangenem Dienstag stellten sich insgesamt zehn Gruppen der breitgefächerten Herausforderung, bei der Aufgaben unterschiedlichster Art gelöst werden mussten. Vorbereiten konnten sich die Teams sich im Vorfeld ganz induviduell und gruppenintern nach den Vorgaben des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen. Anspruchvoll ist vor allem die Zeitvorgabe. Wird beispielsweise die Löschübung nicht in viereinhalb Minuten abgeschlossen, gilt die Aufgabe als nicht bestanden.

Simuliert wurde hier beispielsweise ein Containerbrand. Hier musste unter anderen die Wasserversorgung von einer Feuerlöschkreiselpumpe hergestellt und ein IBC-Container zunächst mit 100-Liter-Wasser gefüllt werden. Es folgte ein simulierter Schlauchdefekt, dass heißt, den alten Schlauch entfernen, einen neuen Schlauch anschließen, um dann weitere 100-Liter-Wasser in den IBC füllen.

Alle fünf Aufgaben eint, dass hier nur Dinge wie im richtigen Einsatz verlangt werden. So übernahm der Ausrichter, die Feuerwehr Bilderlahe, die Station Funkübung. Per Koordinaten musste der Funker zunächst den Einsatzort ermitteln und dem Wertungsrichter zu melden, sowie die Mannschaftsstärke mitteilen und dies inklusive eines Wechsels des Kanals am Funkgerät.

Bei der nächsten Aufgabe: „Sicherer Umgang mit dem Fahrzeug“ wird erwartet, dass der Fahrzeugführer sein Fahrzeug fehlerfrei durch einen Parcours fährt. Gestartet wird mit einer Fahrübung mit dem eigenen Löschfahrzeug, bei der bewiesen werden muss, dass der Fahrer/Maschinist sein Fahrzeug auch in engen Passagen kontrolliert und sicher bewegen kann. Auf Zeit müssen zunächst Schlauchbrücken überfahren werden und eine mit Verkehrsleitkegeln angedeutete Gasse ohne Berührung der Kegel vorwärts und rückwärts durchfahren werden. Im Anschluss war eine eine Einparkübung (rückwärts) zu absolvieren. In Zusammenarbeit mit einem Einweiser soll Routine und Präzision das Erfüllen der Aufgabe garantieren.

Auch "Kuppeln" will gelernt sein, und so mussten die teilnehmenden Gruppen Ihre Professionalität im Sachen "Herstellen einer Saugleitung” bei der nächsten Prüfung unter Beweis stellen. Konkret geht es dabei darum, schnellstmöglich eine Saugleitung zu kuppeln, mit der aus offenem Gewässer Wasser gefördert werden kann. Dabei sollen die eingesetzten Trupps fehlerfrei eine Saugleitung kuppeln. Der Zeitfaktor ist nur ein geringer Teil der Bewertung, hier ist eher die Fehlerfreiheit entscheidend.

Das Herstellen der Einsatzbereitschaft eines Trupps unter Atemschutz und das Erbringen einer körperlichen Belastungsübung gemäß FwDV 7 war ebenfalls Gegenstand der Leistungsüberprüfung. Es soll der sichere Umgang mit dem Pressluftatmer sowie das zeitoptimierte Anlegen des Atemschutzgerätes (Atemanschluss und Luftversorgungssystem) gezeigt werden. Auch die ordnungsgemäße Dokumentation nach FwDV 7 ist Teil der Aufgabe. Der Atemschutztrupp führt eine Kurzprüfung am Pressluftatmer durch, legt Atemanschluss und Pressluftatmer an, meldet sich bei der Atemschutzüberwachung an und absolviert die Belastungsübung. Diese besteht aus der Aufnahme von 2 Kanistern je Truppmitglied, Überwinden einer Leiterwand, Durchkriechen einer Engstelle, Meldung bei der ASÜ bei Erreichen einer Wurfstelle, Kraftkoordinationswerfen (je Mitglied zwei Wurf), Rückweg in umgekehrter Reihenfolge und Abmeldung bei der Atemschutzüberwachung nach Überschreiten der Grundlinie.

Natürlich sind die Brandschützer auch bei solchen Wettkämpfen in Alarmbereitschaft. Plötzlich musste es ganz schnell gehen. Die Rhüdener Feuerwehrleute rannten zu ihren Fahrzeugen, realer Einsatz im Ort. Wie die Polizei mitteilte, flämmte um 19 Uhr ein Hauseigentümer sein Unkraut mit Hilfe eines Gasbrenners ab, dabei geriet die Hecke des Grundstücks in Brand und die Hausfassade wurde durch aufsteigenden Ruß in Mitleidenschaft gezogen. Das Feuer wurde durch den Verursacher gelöscht, die Feuerwehr sicherte den Brandort durch weitere Maßnahmen. Nach dem Einsatz stellten sich die Rhüdener den ihnen noch fehlenden Aufgaben.

Mit Spannung erwarteten nach Abarbeitung der fünf Stationen alle Teilnehmer die Siegerehrung. Hierzu fanden sich die zehn Mannschaften an der Feuerwache in Bilderlahe ein. Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke dankte nach einer kurzen Begrüßung‪ dem Organisationsteam, welches die Veranstaltung hervorragend vorbereitet hatte, sowie allen weiteren Helfern, und zollte Ihnen viel Lob für die gute Organisation und Durchführung.

Plazierungen Orifahrt 2019

Im Anschluss überreichte Jürgen Warnecke die Urkunden und Siegerpokale. Zur Erinnerung: Den Sieg bei der letzten Stadtorientierungsfahrt holte sich die Feuerwehr Mechtshausen vor Herrhausen. Am Dienstagabend wurde das Ergebnis umgedreht, die Mechtshäuser unterlagen knapp, am Ende fehlten nur ein kurzer Wimpernschlag (0,03 Prozent) zum 1. Platz, jedoch hätte bei Gleichstand die Zeit entschieden, auch hier hieß der Sieger – die Feuerwehr Herrhausen. Damit krönten die Kameraden ihr 100-jähriges Feuerwehrjubiläum zusätzlich. Der Dritte Platz ging an die Mannschaft der Ortsfeuerwehr Engelade.

Stadtbrandmeister Jürgen Warnecke zog ein überaus positives Fazit von der Veranstaltung: „Alle haben einen hohen Ausbildungsstand gezeigt, eingeschlichen haben sich hauptsächlich Flüchtigkeitsfehler bei der Unfallverhütung, die am Ende bei der Wertung ins Gewicht fallen. Aber so wissen die Verantwortlichen, was sie noch einmal ansprechen müssen".

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Text:   Lutz Lunkewitz
Fotos: Sylvia Gebauer
  Feuerwehr Engelade
                     
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