Montag, 27. September 2021

Starkregen überflutet Keller und überschwemmt Fahrbahnen

Donnerstag, 05.08.2021, 14:30 Uhr

2021 08 05 009Die starken Regenfälle am frühen Donnerstagnachmittag haben in der Sehusastadt Fahrbahnen und Keller überflutet und die Feuerwehr über Stunden in Atem gehalten. Weil der starke Niederschlag nur für relativ kurze Zeit andauerte, halten sich die Schäden aber offenbar in Grenzen. 

Die starken Regenfälle am frühen Donnerstagnachmittag haben in der Sehusastadt Fahrbahnen und Keller überflutet und die Feuerwehr über Stunden in Atem gehalten. Weil der starke Niederschlag nur kurze Zeit andauerte, halten sich die Schäden aber offenbar in Grenzen. 

Gegen 14 Uhr wurde es über der Kernstadt von Seesen immer dunkler, es folgte Hagel, sintflutartiger Sturzregen verbunden mit starken Windböen – und dies Szenario setzte Straßen und Keller unter Wasser. Der starke Regen hat an etlichen Stellen, gerade in den Senken, Schmutz angeschwemmt, der dann die Ablaufschächte verstopfte, was zu einem langsameren Abfluss der anfallenden Wassermenge führte. Das war unter anderem in der Straße "An der Masch" wieder einmal der Fall, wo sich in der dortigen Senke unter der Brücke große Wassermassen gesammelt hatten, betroffen waren aber auch zahlreiche andere Straßen im Seesener Stadtgebiet.

Unter anderem in der Lautenthaler Straße rauschten die Wassermassen wieder einmal über den Asphalt und beeinträchtigten auch die dortige Baustelle. Keller stehen unter Wasser, auch das "Beobachter"-Verlagsgebäude hat es diesmal getroffen. So musste Seesens Ortsfeuerwehr 10-mal ausrücken, um Keller vom Wasser zu befreien. Betroffen war hier vor allem die Innenstadt. Von den zehn Einsatzstellen befanden sich zwei in der Lautenthaler Straße, vier in der Zimmerstraße, eine in der Bismarckstraße und am Wilhelmsplatz. Im Seesener Gymnasium gab es eine großflächige Überschwemmung. Hier stand eine Fläche von ca. 1000 m² unter Wasser. Der letzte Einsatz an diesem Tag begann um 21.20 Uhr und dauerte über 2 Stunden an, hier war ein Keller in der Kampstraße ebenfalls mit Wasser vollgelaufen. Gegen 23.20 Uhr konnten Seesens Einsatzkräfte wieder ins Gerätehaus einrücken.

Starkregen und urbane Sturzfluten der jüngsten Vergangenheit zeigen: Es kann jede Kommune treffen. Eine genauere Vorhersage als die Unwetterwarnungen des DWD ist bei den oft katastrophalen Starkregen nicht möglich. Sie werden verursacht durch länger anhaltende, intensivere und damit seltenere Niederschläge als solche, die der Kanalbemessung zugrunde liegen. Sie treffen viele Städte unvorbereitet, obwohl Klimaforscher bereits seit Längerem vor der Zunahme von extremen Unwettern warnen.

Eingesetzte Kräfte:

  • Feuerwehr Seesen mit ELW, TLF 16, LF 20, LF 8, RW, GW-L1, SW 2000, MTW
  • Polizei Seesen 
  • Baubetriebshof
  • Abwasserbeseitigung
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 Text:  Lutz Lunkewitz
Fotos:  Einsatzdokumentation Feuerwehr Seesen
   Ulrike Schrader
   Heike Klingemann
   Seesener Beobachter

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