Montag, 22. Oktober 2018
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Realitätsnahe Vorführung beim Feuerwehrjubiläum in Engelade

2018 08 19 006Das vergangene Wochenende stand im Seesener Stadtteil Engelade ganz im Zeichen des Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr. Auf stolze 145 Jahre konnte die örtliche Wehr mithin zurückblicken.

So hatten sich die Mannen um Ortsbrandmeister Tino Koerver für diesen besonderen Anlass natürlich ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm einfallen lassen.

Los ging es bereits am Samstagabend mit der feierlichen Eröffnung und den Ansprachen der Offiziellen und Ehrengäste. Da wie gewohnt auch für das leibliche Wohl wieder bestens gesorgt war, konnte sich im Anschluss zunächst bei Leckereien aus der Feldküche, Fischbrötchen und Fassbier gestärkt werden. Danach war es dann an der Zeit das Tanzbein zu schwingen. Die letzten Gäste sollen denn auch erst in den frühen Morgenstunden den Weg nach Hause gefunden haben.

Nach dieser, für viele doch recht kurzen, Nacht wartete des vorbereitete Programm jedoch am Sonntagmorgen mit weiteren Höhepunkten auf. Nachdem Pfarrer Scheipner durch einen ansprechenden Gottesdienst geführt hatte, schloss sich der traditionelle Frühschoppen an, welcher vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Rhüden musikalisch umrahmt wurde. Zu den zahlreichen Gästen zählten an diesem Tag auch Bürgermeister Erik Homann, Uwe Zimmermann (Fachbereichsleiter Ordnung), der Vorsitzende des Feuerschutzausschusses Norbert Stephan sowie Ehrenstadtbrandmeister Manfred Struck. Auch der Kreisbrandmeister hatte es sich nicht nehmen lassen, sich unter die vielen Gäste zu mischen. Natürlich kam auch das eigentliche Feuerwehr-Handwerk im Rahmen der Feierlichkeiten nicht zu kurz, und so sorgten die Vorführungen der Jugendfeuerwehr und der Aktiven der Kernstadt nicht nur bei den jüngeren Zuschauern für interessierte Blicke.

Einen spannenden Einsatz inszenierte die Freiwillige Feuerwehr Seesen bei der realitätsnahen Demonstrationen eines Brandeinsatzes mit mehreren, im Gebäude eingeschlossenen, Personen. Über die technischen Details und die Verfahrensweise im Einsatz informierte der Pressesprecher der Feuerwehr Seesen Lutz Lunkewitz, der das Geschehen per Lautsprecher kommentierte. Er erläuterte im Vorfeld, dass die Darstellung des Brandeinsatzes so realitätsnah wie möglich ablaufen soll. Für alle Zuschauer bereits sichtbar war die starke Rauchentwicklung, die aus dem betroffenen Gebäude drang. Aus einem Fenster im Dachgeschoss riefen zwei Personen lautstark um Hilfe. So das Ausgangszenario für die Vorführung.

Der Moderator fragte nach Jemanden aus den Reihen der zahlreichen Zuschauer, der einen Notruf an die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle absetzen möchte. Sofort meldete sich ein 10-jähriger Junge aus Engelade, der dies sehr gerne mir seinem eigenen Handy machen wollte. Bei der Frage ob er denn wisse was der Disponenten in der Leitstelle für Informationen benötigt, erklärte der Junge, er sei bis vor kurzem Mitglied in der Kinderfeuerwehr gewesen, und das er diese Regel dort gelernt habe. Fazit: Den Notruf hat der "Junge Mann" mit Bravour abgezetzt. Besser hätte das ein Erwachsener auch nicht machen können.

Wie bei einem solchen Einsatz vorgesehen wurden die Feuerwehren Engelade und Seesen zeitgleich alarmiert. In Engelade erfolgte Sirenenalarm und in Seesen liefen die digitalen Meldeempfänger. Da die Kameraden aus Engelade natürlich mit ihrem Feuerwehrjubiläum beschäftigt waren, rückte nur die Schwerpunkt-Feuerwehr Seesen zum Einsatzort an. Dies geschah mit dem Einsatzleitwagen (ELW), dem Löschgruppenfahrzeug (LF 20) und der Drehleiter (DLK A 23-12).

Nach der Alarmfahrt vor Ort angekommen, erkundete Einsatzleiter und Gruppenführer Julian Lunkewitz vom LF 20 die Anfangslage. Die oberste Priorität lag zunächst bei der Menschenrettung. Es sollten sich 3 Erwachsene und ein Kleinkind in verschiedenen Etagen im stark verrauchten Gebäude befinden. Von außen zu erkennen war, dass sich im Dachgeschoß zwei Personen befanden, die über die eingesetzte Drehleiter zügig gerettet werden konnten. Nach deren Rettung wurden sie mit Atembeschwerden an den Rettungsdienst übergeben.

Die Nachsuche im Inneren des Hauses ergab, dass sich im 1. Obergeschoss eine weitere erwachsene Person mit einem Kleinkind befand. Mittels Überdruckbelüftung konnte das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss nahezu rauchfrei gemacht werden. So konnte auch diese beiden Eingeschlossenen über das Treppenhaus von den eingesetzten Atemschutgeräteträgern gerettet und zur medizinischen Versorgung an das bereitstehende Team vom Rettungsdienst übergeben werden.

Ein weiterer Atemschutztrupp fand im Dachgeschoss mit der Wärmebildkamera einen Schwelbrand, der für die starke Verrauchung im Gebäude verantwortlich war. Nach dem Ablöschen des Brandes und der Verbringung des Brandgutes ins Freie konnte die Einsatzbereitschaft der Seesener Feuerwehrkameraden wieder hergestellt werden.

Nach getaner Arbeit, zur Mittagzeit, sorgte dann eine deftige Erbsensuppe aus dem „großen Pott“, welche der stellvertretende Ortsbrandmeister Dirk Werries und sein Team der Feldküche kredenzte. Am Nachmittag ließ man die erfolgreiche Veranstaltung dann mit einer großen Kaffeetafel in gemütlicher Runde ausklingen.

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Text:   Lutz Lunkewitz
  Markus Timm
Fotos: Marian Lüders
                     
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